Kein Weg ins Abenteuerland

Wenn es nur nach der Entscheidung der Gemeindeverwaltung und des Gemeinderats gehen würde, dann wird es die Kita AbentEUERland in naher Zukunft in Steinenbronn nicht geben.

Nachdem der neu gegründete Verein bereits seit einem halben Jahr auf die Gründung einer neuen Kindertagesstätte in Steinenbronn hingearbeitet und ein fertiges Konzept inklusive Plänen zur baulichen Umsetzung ausgearbeitet hat, möchte die Gemeinde dieser Pflichtaufgabe nun selbst nachkommen, so Bürgermeister Johann Singer.
Aufgrund der Bedarfsplanung vom vergangenen Oktober reichen die vorhandenen Kindergartenplätze bereits im Sommer 2017 nicht mehr aus. Bis 2019 fehlen sogar über 40 Plätze, im Kleinkindbereich sieht die Lage noch dramatischer aus. Genaue Zahlen für unter Dreijährige gibt es bislang jedoch nicht. Im Kindergartenausschuss Anfang März soll laut Singer eine neue Bedarfsplanung vorgestellt werden.
Am 21. Februar wurde der Vereinsvorstand eingeladen, am nichtöffentlichen Teil der Gemeinderatssitzung teilzunehmen, um die bereits getätigten Zusagen der Gemeindeverwaltung zu diskutieren.
Hier wurde schnell deutlich, dass die Gemeinde der Ansicht ist, den Bedarf an Plätzen durch den Ausbau im Steinenberg-Kindergarten decken zu können.
Später- im öffentlichen Teil der Sitzung- sprach Gemeinderat Dr. Wolfgang Miller jedoch von den dringend benötigten Kindergartenplätzen, weshalb die CDU-Fraktion ihren Antrag für den Neubau der Lagerhalle am Bauhof zurückstellte, um die dafür vorgesehenen Mittel stattdessen für den Ausbau weiterer Kindergartenplätze zu nutzen. Zu welchem Zeitpunkt und in welcher Form diese Plätze geschaffen werden sollen, wurde nicht vorgestellt.

Mit dieser Entscheidung stellt sich die Gemeinde gegen das Subsidiaritätsprinzip, welches im §4 des SGB VIII verankert ist und den Vorrang freier Träger im Kinder- und Jugendhilferecht gegenüber Angeboten von öffentlichen (staatlichen bzw. kommunalen) Trägern sichert.
Kontakte zu anderen Initiativen und diversen Fachleuten wurden bereits vom Verein geknüpft.

Wir bedauern die Entscheidung der Gemeinde gegen das bürgerschaftliche Engagement sehr.

Einige Artikel zu diesem Thema finden Sie auf unserer Homepage:
http://kita-abenteuer.land/medien